Dreck-weg-Tag im Pfälzerwald

Details zum Ablauf der Müllsammelaktion am 8. November in der Corona-Lage

Landesforsten Rheinland-Pfalz ruft für den 8. November zu einem gemeinsamen Aktionstag im Pfälzerwald auf. Die Initiative unter der Schirmherrschaft von Stefan Asam, Direktor der Zentralstelle der Forstverwaltung in Neustadt/Wstr., trägt den Titel „Rein in den Wald, raus mit dem Müll“. Sie richtet sich an alle Menschen, die den Wald als einen Ort für Bewegung, Freizeitgestaltung und Entspannung schätzen und einen aktiven Beitrag zu seiner Erhaltung leisten wollen. Anlass für den Appell war die Beobachtung von Landschaftsfotografen und Forstleuten, dass insbesondere in der Corona-Lage viel mehr Menschen als sonst üblich, den Wald als Erholungsraum genutzt haben. Dabei haben Sie auch vermehrt Müll hinterlassen. Die Teilnahme am „Dreck-weg-Tag“ geschieht grundsätzlich auf eigene Gefahr.

Aktionstag in der aktuellen Corona-Lage
Trotz der verschärften Kontaktbeschränkungen, die seit dem 02. November in der aktuellen Corona-Lage gelten, ist ein Aufenthalt im Wald und das Sammeln von Müll grundsätzlich möglich und zulässig. Es gilt die aktuell gültige Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes. Daraus resultiert zum jetzigen Zeitpunkt, dass sich maximal zehn Personen treffen können, die aus höchstens zwei Haushalten zusammenkommen dürfen.

Wo findet man Müll im Wald?
Das mit der Organisation des Aktionstages beauftragte Haus der Nachhaltigkeit hat durch eine Abfrage bei den Forstämtern ermittelt, dass der meiste Müll vor allem an den Wanderparkplätzen und Waldzugängen, an Schutzhütten, um Aussichtspunkte sowie rund um die bekannten Sehenswürdigkeiten zu finden ist. Die teilnehmenden Personen organisieren sich selbstständig und suchen diejenigen Wege und Plätze auf, die sie selbst für lohnend halten.

Wie wird der Müll entsorgt?
Idealerweise nehmen die Helfer*innen ihre kleine Menge des gefundenen Mülls in einem dafür geeigneten Behältnis mit nach Hause. Dort kann er soweit möglich getrennt und ansonsten über die Restmülltonne entsorgt werden.
Die Dachverbände des Pfälzerwald-Vereins, des Vereins Die Naturfreunde und die freien Trägerorganisationen anderer Waldgaststätten wurden im Vorfeld darum gebeten, den von Privatleuten gesammelte Müll entgegen zu nehmen und zu entsorgen. Vor Ort sollte ein besonderes Plakat auf die konkrete Stelle hinweisen, wo die „Beute“ abgelegt werden kann. Dafür gab es eine sehr große Bereitschaft bei den Angesprochenen. Da die Gastronomie durch die verschärften Corona-Schutzbestimmungen im November aber geschlossen sein muss, ist dies leider nicht mehr sicher gewährleistet und nur noch in Einzelfällen möglich.
Beim Fund größerer Müllmengen bittet das Haus der Nachhaltigkeit um einen Mitteilung per E-Mail (hdn(at)wald-rlp.de), damit anschließend der Abtransport organisiert werden kann.

Unser Dankeschön: Kalender mit Landschaftsaufnahme des Pfälzerwaldes
Die Teilnehmer*innen können ein Bild ihres Einsatzes mit Angabe des Ortes, an dem gesammelt wurde, unter Angabe ihrer Postanschrift an die E-Mail-Adresse HdN@wald-rlp.de schicken. Die ersten 50 Einsendungen von Helfer*innen des Aktionstages erhalten je ein kostenloses Exemplar des Kalenders „Traumlandschaft Pfälzerwald“ als ein kleines Dankeschön zugeschickt. Die Aufnahmen werden mit Einverständnis der Absender auf der Internetseite des Infozentrums in einer Bildergalerie veröffentlicht. Oder aber Sie posten ihr Foto direkt in der Facebook Veranstaltung "Pfälzerwald Dreck-weg-Tag".

Ausgewählte Beispiele zu der Frage „Wie lange überlebt unser Müll im Wald?“
Apfelgehäuse: 2 Wochen                       Papiertüte: 6 Wochen
Zeitung: < 3 Jahre                                 Bananenschale: < 3 Jahre
Papiertaschentuch: < 5 Jahre                Kaugummi: 5 Jahre
Zigarettenstummel (Filter): < 7 Jahre    Plastiktüte: < 20 Jahre
Kaffeebecher: 50 Jahre                          Blechdose: < 100 Jahre
Plastiksack: 120 Jahre                           Aluminiumfolie: 700 Jahre
Babywindel: < 800 Jahre                       Plastikflasche (PET): < 1.000 Jahre
Batterie: < 1.000 Jahre                         Glasflasche: > 50.000 Jahre

Quellen
1. https://vanlust.de/verrottungszeiten-die-18-schlimmsten-umweltkiller/
2. https://www.sweepar.com/verrottungszeiten-wie-lange-braucht-muell-zum-verrotten/ 

Bilder
Zur freien Verwendung im Zusammenhang mit dieser Meldung:

Müllsammler_Foto: Südliche Weinstraße e.V.

Fette Beute_Foto: Südliche Weinstraße e.V.

Plakat zur Markierung der Sammelstelle für Müll an Häusern der Naturfreunde und bei PWV-Hütten