Aus der Zupfinstrumente-Klang-Schatzkammer

Konzert mit dem Mandolinen-Ensemble "Hikari" im Haus der Nachhaltigkeit

Eines ihrer hierzulande seltenen Konzerte spielen die Musiker von „Hikari“ am 16. November (Beginn 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr) im Haus der Nachhaltigkeit. Das kammermusikalische Ensemble ist mit Mandoline, Mandola, Gitarre und Percussion ungewöhnlich besetzt. Dies bietet überraschend vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten, verspricht die international gefragte Mandolinistin Denise Wambsganß, Sprecherin des Ensembles. Eine weitere Besonderheit ist, dass ein Teil der Instrumente aus der Mandolinen-Werkstatt von Yasuyoshi Naito stammt. Der Japaner lebt und arbeitet seit langer Zeit im pfälzischen Wörth-Maximiliansau. Im ersten Teil des Abends spielen die Musiker Werke von Takashi Yuasa, Goshi Yoshida und Hiroyuki Fujikake. Nach der Pause stehen dann südliche Klänge aus Italien, Spanien und Südamerika auf dem Programm, die mit viel Temperament und Gefühl aufgeladen sind. Mit diesem Konzertabend setzt das Haus der Nachhaltigkeit einen Schlussakkord an das bevorstehende Ende der Ausstellung „Handwerk-Kunst-Handwerk  |  Japan trifft Pfalz“. Die Präsentation, sie zeigt unter anderem Instrumente von Naito, ist noch bis zum 24. November während der üblichen Öffnungszeiten des Infozentrums in Johanniskreuz zu sehen.
Aufgrund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Plätze bitten die Veranstalter um eine verbindliche und schriftliche Platzreservierung unter HdN@wald-rlp.de, Stichwort „Hikari“. Konzertkarten sind für 12 Euro/Person an der Abendkasse im Haus der Nachhaltigkeit erhältlich. Kinder bis 14 Jahre zahlen die Hälfte.

Das Ensemble Hikari 光 (Hikari, jap. = Licht) wurde im Sommer 2013 gegründet. Es widmet sich dem internationalen musikalisch-kulturellen Austausch. Eine seiner Ab-sichten ist es, in Deutschland unbekannte Originalwerke für Zupfinstrumente vorzu-stellen, insbesondere auch solche japanischer Komponisten.

Im ersten Teil des Konzerts stehen Werke von Takashi Yuasa, Goshi Yoshida und Hiroyuki Fujikake im Mittelpunkt und bieten einen facettenreichen Blick auf die Vielfalt japanischer Originalwerke für Zupfinstrumente, die dort einen breiten Raum im öffentlichen Musik- und Kulturleben einnehmen. Die große Popularität der Mandoline in Japan fußt auf einer Vorliebe für romantische Literatur aus Europa, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Raffaele Calace, dem wohl bekanntesten Vertreter der romantischen Mandolinenspielkunst, nach Japan gebracht wurde.
Wie musikalische Gemälde reihen sich die einzelnen Programmpunkte aneinander und lassen dabei in eine ganz eigene faszinierende Klangwelt eintauchen. Die japanischen Stücke mit meist programmatischen Titeln wie z.B. „Neues von der Kirschblüte aus dem Kushiromoos“ sind teilweise stark von südeuropäischen Einflüssen inspiriert, mit eingängigen Melodien und beschwingten Rhythmen, die oftmals an Filmmusik oder Popularmusik mit jazzigem Einschlag erinnern.
Ein musikalisches Feuerwerk voller Emotionen verspricht auch der zweite Teil des Konzerts. Auf dem Programm stehen südliche Klänge aus Italien, Spanien und Süd-amerika, die mit viel Temperament und jeder Menge Gefühl daher  kommen. Virtuose Serenadenmusik aus der Blütezeit der romantischen Mandoline von Raffaele Calace, wechselt sich ab mit Werken von Pascual Marquina Narro, Pietro Mascagni, Amadeo Amadei, Astor Piazzolla, Eduardo Mezzacapo und Vittorio Monti.

Das Ensemble Hikarie spielt am 16. November in folgender Besetzung:

  • Denise Wambsganß & Yasuyoshi Naito (Mandolinen)
  • Marion Klag (Mandola)
  • Michael Schwitzke (Gitarre)
  • Leo Ruf (Percussion)