Wasser, das uns der Himmel schenkt

Im Haus der Nachhaltigkeit wird Regenwasser auf einer 250m² großen Dachfläche aufgefangen und in der 14m³ fassenden Zisterne gesammelt. Wenn man unsere Toiletten benutzt, dann spült man mit diesem Wasser. Wir füllen in Trockenperioden den Teich an der Südfassade damit auf, bewässern außerdem unsere Gartenanlage und könnten dieses Wasser sogar zum Putzen nutzen.

Eine Anzeige über dem Hauswasserwerk gibt Auskunft über den Füllstand der Zisterne. Die Systeme zur Nutzung von Regenwasser haben sich zu einer mittlerweile dauerhaft betriebssicheren Technik für Haushalte entwickelt. Sie ist anerkannt ökologisch und nachhaltig. Der Trinkwasserverbrauch wird um bis zu 50% reduziert, Kanäle werden durch geringere Mengen an Oberflächenwasser entlastet. Die Speicherung von Regenwasser ist auch eine vorbeugende Maßnahme zum Schutz vor Hochwasser an unseren Flüssen. Da Regenwasser sehr weich ist, also nur geringe Kalkanteile hat, ist beim Wäschewaschen außerdem weniger Waschmittel notwendig.

Das Funktionsprinzip ist denkbar einfach: Auf einem Dach gesammeltes Regenwasser läuft über die Fallrohre und einen Filter in den Regenwasserspeicher (Zisternen). Von dort wird es mit einer Pumpe in das Hauswasserwerk gefördert. Die Verbrauchsstellen werden von hier aus versorgt. Grundsätzlich kann Regenwasser hygienisch unbedenklich für die WC-Spülung, für Waschmaschinen, die Gartenbewässerung und als Putzwasser genutzt werden.