Die "Erfindung" des Begriffs Nachhaltigkeit wird dem sächsischen Oberberghauptmanns Freiherr Carl von Carlowitz zugeschrieben. In seinem 1713 erschienen Werk über die Nutzung der Wälder formulierte er erstmals das Prinzip, aus dem Wald nicht mehr Holz zu nutzen als in der gleichen Zeit auch wieder nachwächst. Der Brundtland-Bericht "Unsere gemeinsame Zukunft" aus dem Jahr 1987 greift die Maxime auf und überträgt sie auf alle Lebens- und Wirtschaftbereiche des Menschen. Dort wird Nachhaltigkeit als ein ganzheitliches Lebensprinzip verstanden: Jede Generation soll ihre Bedürfnisse nur in einem solchen Maß befriedigen, dass die Versorgung nachfolgender Generationen nicht in Gefahr gerät.
Mittlerweile hat sich für den Sammelbegriff Nachhaltigkeit die harmonische Vereinigung der drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales als eingängige Definition im Sprachgebrauch etabliert.

