Veröffentlicht am 23.10.2016

Wild auf Wild?

Traditionelle Saison für Wildbret hat begonnen; viele Verkaufsstellen im Biosphärenreservat

Wenn es in Wald und Weinberg wieder Herbst wird, ist auch die Zeit für Wildbret gekommen - die Nachfrage steigt sprunghaft an. Im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen sind viele Forstämter, private Jäger und das Haus der Nachhaltigkeit darauf eingestellt. Sie halten eine inzwischen sehr breite Palette an Wildfleisch sowohl für private Endkunden als auch für die Gastronomie bereit. Das Spektrum reicht vom ganzen Wildschwein für große Abnehmer bis hin zum küchenfertigen Gulasch oder dem „Wilderertopf“ in der Vollkonserve für den Singlehaushalt. In den letzten Jahren hat das Interesse an weiterverarbeiteten Waren stark zugenommen. Einige Verkaufsstellen haben deshalb ein Sortiment an Schinken, verschiedenen Wurstwaren im Darm oder in der Dose, aber zum Teil auch Frikadellen, Bolognese, Chili con Carne, Sülze und Wildfonds im Angebot. Den Kunden wird allerdings empfohlen, sich am besten vor Ort nach der Verfügbarkeit zu erkundigen (Liste herunterladen). Der „Pfälzer Waldladen“ im Haus der Nachhaltigkeit führt zusätzlich den passenden Rotwein vom Biowinzer, Servierbretter aus heimischem Holz, Gewürze, Kochbücher, Chutneys und Steinpilz- oder Kastaniennudeln im Angebot.

Unter Wildbret versteht man das verzehrbare Fleisch von freilebenden Tieren, die dem Jagdrecht unterliegen. Für das sehr waldreiche Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen gilt Wildfleisch vom Wildschwein, Reh- und Rotwild als natürliches, regionaltypisches und gleichzeitig hochwertiges Lebensmittel. Diese Einschätzung beruht darauf, dass das Wild im Gegensatz zu den Nutztieren des Menschen in seiner natürlichen Umwelt lebt. Das Fleisch hat dadurch einen hohen Mineralstoff- und Vitamingehalt bei gleichzeitig geringem Fettanteil. Den Tieren bleibt darüber hinaus der Transport- und Schlachtstress erspart, da es in der Natur erlegt wird. Im Staatswald von Rheinland-Pfalz ist dabei die Verwendung von bleifreier Munition für die Jäger vorgeschrieben. Beim Wildschwein kommt nur Fleisch in den Verkauf, das auf Trichinen untersucht ist und dessen Strahlenbelastung unterhalb des gesetzlichen Schwellenwertes liegt.
Bezugsquellen für Wildfleisch können auf der Internetseite des DJV recherchiert werden.
Mehr Informationen zum Wildfleisch finden sich auf „Wild aus der Region“.



Haus der Nachhaltigkeit